Klein aber fein: Das Bavona Tal im Tessin

Auf der Suche nach den schönsten Ecken im Tessin sind wir auch auf das relativ kleine Bavona Tal (Val Bavona) gestoßen. Eher bekannt ist sicher das anliegende Maggia Tal mit dem Maggia Fluss, aber auch das Bavona Tal hat einiges zu bieten. Wir halten immer wieder an alten Brücken und dem schönen Bavona Fluss an. Genau wie im Verzasca Tal hat der Fluss eine wunderbare Farbe und die teils riesigen Felsen laden zum Verweilen und klettern ein.

Wasserfall Foroglio

Eine der spektakulärsten Plätze im Tessin und im Bavona Tal ist sicherlich der Wasserfall bei Foroglio. 110 Meter stürzen hier die Wassermassen in die Tiefe. Wir sind ganz beeindruckt und kraxeln in den Steinen unterhalb des Wasserfalls herum. Die Felsen sind aber einigermaßen glatt und wir sind richtig schnell durchnässt – also schauen wir uns den Wasserfall noch etwas aus der Ferne an.

Wir schlendern durch die Gassen von Foroglio und sind wieder mal fasziniert wie alt diese Steinhäuser schon sein mögen und welche Geschichten sich hier wohl schon abgespielt haben. 

Weiter geht es Richtung S. Carlo. Von dort startet eigentliche eine Seilbahn zum Robièi Gletscher, aber die Bahn hat leider noch geschlossen. Kurz unterhalb der Bahn haben wir einen kleinen Platz entdeckt, wo wir herrlich zu Mittag essen und eine lange Pause im Halbschatten machen. Hinter uns das Rauschen eines kleinen Baches, über uns das Rascheln der Blätter im Wind – hier lässt es sich aushalten!

Zum Sonnenuntergang auf den Monte Gambarogno (gibt es hier Wölfe??)

Am Nachmittag entscheiden wir uns dazu, den Sonnenuntergang vom Monte Gambarogno anzusehen. Wir essen gemütlich zu Abend und machen uns dann auf den Weg. Nach gefühlten 1000 Serpentinen kommen wir dann endlich oben bei der Alpe Neggia an. Von dort geht es zu Fuß weiter. Hinter uns grummelt es bereits, da der Gipfel aber nicht weit ist, wollen wir doch unbedingt los. Bald wird es aber immer stürmischer und das Gewitter kommt immer näher. Und plötzlich sehen wir vor uns auf dem Wanderweg ein Tier, dass so aussieht wie ein Wolf. Für einen Fuchs oder einen Hund ist es einfach zu klein – außerdem waren auf dem Parkplatz keine anderen Autos, weswegen uns ein großer Hund auch komisch vorkommt. Das Tier beobachtet uns kurz, dreht sich um ist weg. Diese Begegnung trifft uns ziemlich unvorbereitet. Uns ist etwas mulmig weiter zu gehen, deswegen treten wir dann doch den Rückweg an. Und das war eine gute Entscheidung. Kurz nach dem Umdrehen beginnt es heftig zu stürmen, regnen und zu blitzen. Bei dem Wetter muss man ja nicht unbedingt auf dem Gipfel sein – noch dazu, wenn man meint von einem Wolf beobachtet zu werden 😉

Ob es ein Wolf war können wir nicht sagen, es sah danach aus – aber Wölfe scheinen am Gambarogno nicht verbreitet zu sein. Es gab wohl mal Spuren, aber keine “Beweise”. Auch wir können nicht mit Sicherheit sagen was für ein Tier es war, aber Umkehren hat sich auf jeden Fall besser angefühlt.

Ein weiteres wunderschönes Tal im Tessin ist das Verzasca Tal, was definitiv ein Besuch wert ist. Aber auch sonst gibt es in der Schweiz viele tolle Wanderungen, wie z.B. die Wanderung zum Murgsee und zum Schwarzstöckli.

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